Zum ersten Mal organisierte unsere Schule eine fächerübergreifende, mehrtägige MINT-Exkursion: Die AVG-Science-Days fanden vom 3. bis 5. Februar 2026 in München statt. Mit den begleitenden Lehrkräften Alexander Schuster, Tobias Dorfner, Maria-Katharina Huf und Benjamin Sigl waren alle naturwissenschaftlichen Fachschaften des AVG vertreten. Im Mittelpunkt standen die Klassen 11a und 11b, die an drei intensiven Tagen einen unmittelbaren Einblick in aktuelle Forschung, technologische Innovationen und naturwissenschaftliche Bildungsorte erhalten haben. Ziel war es, Neugier zu wecken, Theorie mit Praxis zu verknüpfen und Studien- wie Berufsperspektiven im MINT-Bereich greifbar zu machen.
Der kulturell-wissenschaftliche Einstieg in die AVG-Sciene-Days war am ersten Tag der Besuch der Ausstellung „Seeing the Unseen – Quantenphysik und Kunst als verschränkte Welten“ der ERES-Stiftung. In der Ausstellung treffen experimentelle Ästhetik und physikalische Konzepte wie Superposition, Verschränkung und Messproblem aufeinander. Die Schülerinnen und Schüler erlebten, wie künstlerische Positionen komplexe Ideen der Quantenwelt sichtbar machen, Wahrnehmung hinterfragen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft öffnen.
Am zweiten Tag stand ein praxisorientierter Besuch im Informatik-Labor der Technischen Universität München, dem ITüpferl, auf dem Programm. Dieses ist weit mehr als ein gewöhnlicher Arbeitsraum: Als kreativer Hub bietet es Raum für Innovation, Austausch und Lernen. Unter Anleitung von TU-Studierenden programmierten die Schülerinnen und Schüler kleine Roboter, erhielten Einblicke in das Studienangebot der Technischen Universität und lernten aktuelle Studierendenprojekte kennen. Ein weiterer Programmpunkt an diesem Tag war das PhotonLab, das Schülerlabor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik. Dort werden faszinierende Phänomene des Lichts erlebbar: Laserphysik, Quantenexperimente im Modellmaßstab und Anwendungen in der Kommunikationstechnik. Abends bot die Volkssternwarte München einen Blick in den Himmel im Planetarium, ergänzt durch eine sehr fachkundige Einführung in Astrophysik.
Am letzten Tag der AVG-Science-Days stand der Besuch im LMUchemlab, dem Lehr-Lern-Labor der Ludwig-Maximilians-Universität an. Im LMUchemlab experimentierten die Schülerinnen und Schüler selbstständig und lernten moderne Analysemethoden kennen – von Spektroskopie bis zur Herstellung einer Aspirin-Tablette. Außerdem waren an diesem Tag beim Besuch im Deutschen Museum Codes mit der App Actionbound zu lösen, um aus der Ausstellung „Bild Schrift Codes“ auszubrechen.
Die AVG-Science-Days verbanden Entdecken, Ausprobieren und Reflektieren. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler zwei Universitäten kennen und erhielten durch das Max-Planck-Institut Einblicke in die Münchner Forschungslandschaft. Sie stärkten fachliche Kompetenzen, förderten Teamarbeit und zeigten, wie eng Wissenschaft, Technik, Kunst und Gesellschaft verzahnt sind. Ein Auftakt, der Lust auf mehr im MINT-Bereich macht.
Tobias Dorfner & Alexander Schuster



