Anlässlich unseres 60-jährigen Schuljubiläums tauchten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen in die Epoche unseres Namensgebers ein und präsentierten nun der Öffentlichkeit ihre beeindruckenden Ergebnisse rund um das Thema „Aventinus und seine Zeit“.
Was hat ein bayerischer Gelehrter aus dem 16. Jahrhundert uns heute noch zu sagen? Und wie lebte es sich eigentlich zur Zeit der Renaissance in und um Burghausen? Diese und viele weitere Fragen standen im Zentrum der diesjährigen Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe. In der sehr gut besuchten Aula verwandelte sich das AVG in ein lebendiges Museum, das die Brücke zwischen der Historie und der Moderne schlug.
Von der Druckpresse bis zum Podcast
Die Vielfalt der Projekte spiegelte die Vielfältigkeit unserer Schule wider. Während eine Gruppe die technischen Errungenschaften der Renaissance durch detailgetreue Nachbauten von Hebewerken (Modellbau) und frühen Druckverfahren greifbar machte, nutzten andere moderne Medien, um Johannes Turmair – genannt Aventinus – eine Stimme zu geben.
- Interaktive Stationen: Über QR-Codes konnten die Besucher in eigens produzierte Podcasts reinhören, die das Leben und Wirken des großen Humanisten beleuchten.
- Geschichte zum Anfassen: An einer Station konnten die Gäste selbst die Kunst des Letzensatzes ausprobieren und erleben, wie mühsam die Wissensvermittlung vor 500 Jahren war.
- Biografische Spurensuche: Aufwendig gestaltete Infowände und digitale Präsentationen zeigten den Lebensweg des Aventinus auf – von seinem Geburtsort Abensberg bis hin zu seinem bleibenden Erbe für die bayerische Geschichtsschreibung.
Der Abend wurde nicht nur durch die Exponate, sondern auch durch den regen Austausch zwischen den Generationen geprägt. Eltern, Lehrkräfte und jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler ließen sich von den Experten der 11. Klassen durch die Ausstellung führen.
Die Wissenschaftswoche hat einmal mehr gezeigt, dass das AVG nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort der Identität ist. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Aventinus wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, in welcher Tradition ihre Ausbildung steht: Weltoffenheit, Forschergeist und die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.
Wir danken allen Schülerinnen und Schülern und den betreuenden Lehrkräften der 11. Klassen für diesen inspirierenden Einblick in die Zeit der Renaissance.





